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kinderlauf


Laufveranstaltungen leben vom Gemeinschaftserlebnis. Dem gemeinsam Zieleinlauf, der gemeinsamen Anspannung vor dem Start oder bei uns in Otterndorf dem gemeinsamen Erklimmen des Deiches. Nach der erfolgreichen virtuellen Durchführung des Laufes im letzten Jahr unter dem Titel „HomeRun am Weltkindertag“, soll der Sparkassen Küstenmarathon dieses Jahr wieder in Präsenz in Otterndorf stattfinden.

Dabei ist das höchste Gut bei der Planung die Sicherheit unserer Teilnehmer:innen. Um diese zu gewährleisten, entwickelt das Organisationsteam im engen Austausch mit den lokalen Behörden ein Hygienekonzept, dass bestmöglichen Schutz für die Teilnehmer:innen und Zuschauer:innen sicherstellt.

Wir haben uns im Organisationskomitee intensiv Gedanken zum Thema Kinderläufe gemacht. Vertreter der Kindergärten haben uns mit Nachdruck gebeten, die Läufe in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen. Hier gibt es große Ängste vor erneuten Schließungen.

Der Küstenmarathon wäre nicht der Lauf für die Kinderrechte, wenn wir diese Rechte nicht ernst nehmen und in den Vordergrund stellen würden. Das Recht auf Gesundheit und Bildung sind Kinderrechte, die wir weitaus höher ansiedeln als das Recht auf die Teilnahme an unserem Küstenmarathon zum Weltkindertag. So schade und traurig die Absage der Schüerlläufe, aber wir befinden uns nun einmal in einer Pandemie und die Kinder bis 12 Jahre sind die einzige Gruppe in der Bevölkerung, die momentan nicht die Möglichkeit hat sich zu schützen. Diese Gruppe gilt es in den nächsten Monaten zu schützen und zu fördern. Das erreichen wir nicht, wenn wir zusätzliche Gefährdungssituationen schaffen. Beim Küstenmarathon sind rund 1.000 Kinder am Start. In der Enge der Otterndorfer Innenstadt kann nicht zu jedem Zeitpunkt gewährleistet werden, dass die Kinder Abstand halten. Bei den Läufen ist das theoretisch machbar, aber insbesondere vor dem Lauf ist dies besonders schwierig auch in Hinblick auf die Koordinierung der Begleitpersonen. Hier wird es eine Durchmischung geben. Das können wir mit Helfern nicht in Gänze verhindern. Diese Menge an Helfern können die Vereine nicht zur Verfügung stellen. Wir sind froh und dankbar, dass Schule wieder stattfinden kann und das ist schon schwierig. Wir haben unsere Entscheidung nicht getroffen, weil uns die Umsetzung des Hygienekonzeptes zu schwierig erscheint. Im Gegenteil: Der Landkreis hat uns ermutigt, diese Kinderläufe durchzuführen. Wir haben dazu auch gemeinsam Konzepte entwickelt, wie man eine Entzerrung herbeiführen könnte. Die Abwägung am Ende war jedoch, uns für die eigentliche Intention unseres Laufes zu entscheiden und glaubwürdig zu bleiben.

Wir sind kein kommerzieller Lauf, der wirtschaftlichen Druck hat und seine Veranstaltung durchführen muss. Wir wollen mit unserem Lauf auf die Rechte der Kinder aufmerksam machen und wer sich mit den Kinderrechten und der Intention unseres Laufes beschäftigt, der erkennt, dass die Rechte auf Gesundheit und die Bildung von Kinder gerade durch die Absage der Läufe untermauert werden. Ein Lauf für die Rechte der Kinder darf diese nicht gleichzeitig gefährden. Das passt einfach nicht zusammen. Damit würden wir uns komplett unglaubwürdig machen und den eigentlichen Sinn der Veranstaltung ad absurdum führen.

Johannes Schmidt, Landesvorsitzender des Kinderschutzbundes Niedersachsen schrieb uns dazu folgendes:
„Diese Entscheidung trage ich im vollem Umfang mit! Die Begründung ist im Geiste der UN Kinderrechte Konvention. Das Wohle des Kindes ist ein Gesichtspunkt, der VORRANGIG zu berücksichtigen ist und diese Kinderrechte-Haltung kommt in dieser Begründung in vollem Umfange zum Ausdruck. Im Zweifelsfall sagt der Verantwortliche Nein. Diese Kinder-Rechte-Lauf-Veranstaltung lebt auch vom Geist der Verantwortlichkeit gegenüber allen Teilnehmern und Organisatoren und Unterstützern. Keinem Kind dieses Kinderrechtemarathons darf nach den Ferien durch eine CORONA-Ansteckung die Zukunft auf das Beginnen des Kindergartens und Schuljahres genommen werden. Dieses Nein ist ein vorrangiges Ja zum Wohle des Kindes. Die Erhaltung der Gesundheit unserer Kinder ist unsere Verantwortung. Die Organisatoren nehmen somit auch aus der Sicht des Kinderschutzbundes ihre konkrete Schutzfunktion wahr. Ich stehe absolut hinter dieser Entscheidung. In diesem Jahr laufen wir für Euch, damit Ihr gesund bleibt!“

Die Hygienemaßnahmen erfordern organisatorische Änderungen im Ablauf, die in den nächsten Wochen durch das Organisationskomitee bekannt gegeben werden. Viele Maßnahmen sind von anderen Laufveranstaltungen bekannt. Außerdem wird es nur ein stark eingeschränktes Rahmenprogramm geben.

Neben den Dingen, die in diesem Jahr zum Schutze aller Beteiligten wegfallen müssen möchten wir den Teilnehmern viele schöne Momente und vor allem das Erlebnis bieten, wieder gemeinsam auf Strecke zu gehen.

Im Zuge des Planungsprozesses hat das entschieden, dass im Rahmen des Küstenmarathons in diesem Jahr keine Schülerläufe und kein Bambini-Marathon durchgeführt wird. Kinder habe keine Möglichkeit sich durch eine Impfung zu schützen und bei den Schülerläufen ist es nahezu unmöglich die im Hygienekonzept festgeschriebenen Maßnahmen umzusetzen. Ein Risiko für die Kinder muss ausgeschlossen werden, dabei gilt es auch, sie vor dem Ausfall von Schule oder Kindergarten zu bewahren. Die Mission des Küstenmarathons ist der Einsatz für die Kinderrechte. Eine Durchführung der Läufe würde diesem Ziel nicht entsprechen, auch wenn der Küstenmarathon damit sicherlich einen seiner schönsten Teile in diesem Jahr verliert.

 

18. Sept. 2022

 

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